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Ist Ulan Bator sehenswert?

Klöster und Jurten

Die mongolische Hauptstadt wird oft als die häßlichste Hauptstadt der Welt bezeichnet. Tatsächlich gehört sie nicht zu den typischen prachtvollen Hauptstädten, die man in Europa kennt, wobei sich das auch langsam ändert. Es stimmt auch, dass die mongolische Hauptstadt innerhalb eines vollen Tages besichtigt werden kann. Sie verspricht aber den Touristen sehr viele interessante Sehenswürdigkeiten und Eindrücke!

Ulan Bator ist ähnlich wie Moskau eine Metropole der Gegensätze: hier findet man im Stadtzentrum moderne Hochhäuser, luxuriöse Hotels und gepflegte Parkanlagen und aber auch zahlreiche alte Kloster und Paläste, Märkte mit allen möglichen Produkten und arme Jurtenviertel. Die Stadt wird außerdem von vier Gebirgsketten umgeben, die man von der Stadt aus sehen kann. Überzeugen Sie sich einfach selbst, dass diese Stadt eine Reise wert ist!

Ulan Bator ist aber nicht alles – wer Mongolei richtig kennenlernen möchte, muss unbedingt aus der Stadt raus in die mongolische Steppe und Wüste! Dort leben die Nomaden, dort findet das traditionelle mongolische Nomadenleben immer noch statt, wenn auch etwas moderner als vor hundert Jahren.

Im 19. Jh. wuchs die Bedeutung der Stadt als einer Zwischenstation aller Handelswege zwischen Russland und China sehr stark an. Ulan Bator bedeutet „roter Held“. Bis 1924 hieß die Stadt Urga, der Name Ulan Bator (mong. Ulaanbaatar) wurde ihr zu Ehren von Suche Bator verliehen – dem großen Held der mongolischen Revolution und des unabhängigen mongolischen Staates. Der Hauptplatz (Suche-Bator-Platz) in Ulan Bator wurde auch nach dem Helden benannt.

Ulan Bator in Zahlen

Gründungsjahr: 1639
Einwohnerzahl: 990.000
Fluss: Tuul
Ortszeit: CET+7 (MSK+5)
Entfernung von Moskau: 6.266 km
Vorwahl: +976 11

Sehenswertes in Ulan Bator

Auch dem größten Platz im Stadtzentrum – dem Suche-Bator-Platz befindet sich ein großes Suche-Bator-Denkmal. Von den zahlreichen Museen ist das Nationale Historische Museum erwähnenswert. Seine völkerkundlich-historische Ausstellung gibt die Möglichkeit, sich einen Überblick über die interessante Geschichte und Kultur des Normadentums und der Mongolen zu verschaffen.

Natürlich darf das im Jahre 1838 gegründete Gandan-Kloster auf dem Besichtigungsplan nicht fehlen. Es liegt westlich des Stadtzentrums und ist das größte religiöse Zentrum der Mongolei. Es stellt eine Mischung verschiedener Architekturstile dar: es wird hier u.a. der mongolische, tibetische und chinesische Stil vertreten.

Ein tolles Erlebnis und deshalb auch unbedingt zu empfehlen ist sicherlich ein Ausflug zu der Dsaisan-Gedenkstätte, die auf einem Hügel südlich der Stadt liegt und eine tolle Panorama der mongolischen Hauptstadt garantiert. Es wird dort den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sowjetsoldaten gedenkt. Der Panoramablick auf die Metropole – mit den zahlreichen Jurtensiedlungen und Hochhäusern ist atemberaubend.

Sehenswert ist außerdem der Bogd-Khan-Palast vom Jahre 1893; das am Rande der Stadt gelegene und in den Jahren 1761-1765 gegründete Kloster Dambadardżaa chijd; das Choyjin Lama Tempel – heute Museum der Religionsgeschichte mit reicher Innenausstattung und das im Jahre 1779 erbaute Kloster Dar‘ echijn süm oder das Kloster Geser süm vom 20. Jh.

Mongolisches Nationalfest Naadam

Ulan Bator ist während des mongolischen Nationalfestes Naadam in der Zeit vom 11. bis zum 13. Juli besonders attraktiv. Allerdings sind gute Unterkünfte während des Festivals sehr schnell ausgebucht und die Preise steigen in dieser Zeit enorm.

Das Naadam-Fest ist heute hauptsächlich eine Sportveranstaltung. Zu dieser Zeit finden hier drei männliche Spiele statt: mongolische Ringkämpfe, Wettbewerbe im Bogenschießen und Pferderennen. Ziel ist es, seinen Gegner dazu zu bringen, mit Rücken, Knien oder Ellenbogen den Boden zu berühren. Der vollständige Name „эрийн гурван наадам“ wurde von diesen drei Spielen geleitet. Obwohl der Name darauf nicht deutet, nehmen außer bei den Ringkämpfen auch Frauen an den Wettkämpfen teil.

Das Fest ist zwar religiösen Ursprungs und besitzt eine mehrere Jahrhunderte alte Tradition. Der 11. Juli wird jedoch heute als Revolutionstag gesehen und erinnert an die Ereignisse von 1921 als die Mongolei mit Hilfe der UdSSR von China unabhängig wurde.

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