Lohnt sich ein Stopp in Krasnojarsk?

  • Stolby-Naturschutzgebiet und beliebter Ausflugsziel bei Krasnojarsk

Krasnojarsk ist kein Muss bei einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Die Stadt an sich hat nicht besonders viel anzubieten, deren Umgebung ist jedoch insbesondere für Naturfreunde einen Stopp wert. Das Naturschutzgebiet „Stolby“ (s.u.) ist das beliebte Ausflugsziel der Stadtbewohner und das Wasserkraftwerk am großen Krasnojarsker Stausee ist der größte unterirdische Industriekomplex der Welt. Ein ganzer Tag reicht für die Stadt und eines der beiden Ausflugsziele. Sollen Sie Beides und die Stadt besichtigen wollen, sind 1,5 Tage notwendig. 

Krasnojarsk liegt nördlich des Sajangebirges am Jenissej – dem wasserreichsten Fluss in Russland. Die Krasnojarsker Brücke über den Jenissej ist 934 m lang und somit die viertlängste Eisenbahnbrücke auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn.

Krasnojarsk war als militärischer Stützpunkt und Standort der Rüstungsindustrie bis vor wenigen Jahren eine für Ausländer und selbst für russische Staatsbürger geschlossene Stadt. Für das Betreten der Stadt war eine Sondergenehmigung erforderlich.

Das südlich von Krasnojarsk gelegene Schuschenskoje war 1897 bis 1900 Verbannungsort Lenins.

In der Nähe von Krasnojarsk sind Überreste eines Mammuts entdeckt worden, die mindestens 12.000 Jahre alt sind. Bislang hatte man Mammutreste nur im russischen Hohen Norden gefunden. Weitere Funde gab es in Alaska (USA).

Krasnojarsk in Zahlen

Gründungsjahr: 1628
Einwohnerzahl: 900.000
Fluss: Jenissej
Ortszeit: CET+6 (MSK+4)
Entfernung von Moskau: 4.065 km
Vorwahl: +7 3912 (aus Russland: 8 3912)

Stadtbesichtigung Krasnojarsk

Für die Stadtbesichtigung reichen ein paar Stunden völlig aus. Den Nachmittag kann man für einen Ausflug außerhalb der Stadt nutzen – die Umgebung von Krasnojarsk ist nämlich besonders reizvoll. Wenn man aber alles in der Umgebung erkunden möchte, reicht ein voller Tag für den Stopp in Krasnojarsk definitiv nicht aus.

Es gibt Züge, die in Krasnojarsk früh am Morgen ankommen. Man kann am nächsten Nachmittag oder Abend nach der Besichtigung weiter nach Irkutsk fahren.

Sehenswertes in Krasnojarsk

Krasnojarsk hat den Touristen und seinen Einwohnern Einiges anzubieten. Die Mitte des 19. Jh. erbaute Kapelle von Paraskewa-Pjatniza ist ein Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert ist die Eisenbahnbrücke über den Jenissej, die gleichzeitig mit dem Eiffelturm von Paris auf der Weltausstellung (internationaler technischer und kunsthandwerklicher Ausstellung) ausgezeichnet wurde. Es gibt hier außerdem viele Museen, interessant ist z.B. das historische und ethnographische Museum. In Krasnojarsk sind auch mehrere Bildungseinrichtungen ansässig. Weiterhin besitzt die Stadt einen großen Zoologischen Garten.

Besonders interessant ist aber die Umgebung von Krasnojarsk. Sehenswert ist u.a. das berühmte Naturschutzgebiet „Stolby“ (s.u.) – das beliebte Ausflugsziel der Stadtbewohner. Es lohnt sich auch ein Ausflug zu dem großen Krasnojarsker Stausee am Jenissei (s.u.). Das Wasserkraftwerk ist der größte unterirdische Industriekomplex der Welt. Das Bergbau- und Chemiekombinat Krasnojarsk-26 war ein geheimes Projekt, das von der Außenwelt abgeschirmt wurde.

Naturschutzgebiet „Stolby“

Der im Jahre 1925 gegründete Nationalpark „Stolby“ (rus. Государственный природный заповедник «Столбы») bei Krasnojarsk ist ein Kletter- und Wandergebiet. Der Name bedeutet „Säulen“ und kommt von den bis zu 100 m hohen rötlichen Granitfelsen, die der Bergtaiga einen zusätzlichen, einzigartigen Reiz verleihen. Der Park ist von den Nebenflüssen des Jenissejs umgeben und im Nordosten grenzt er an die Vororte von Krasnojarsk. Er ist vor allem an den Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel für die Stadteinwohner. Bei einem längeren Aufenthalt in Krasnojarsk ist ein Tagesausflug in den Park sicherlich zu empfehlen.

Der Krasnojarsker Stausee und das Wasserkraftwerk

Der Krasnojarsker Stausee ist ca. 2.100 km² groß. Das Wasserkraftwerk liegt bei Diwnogorsk und ist eines der größten weltweit. Der Zweck der Talsperre war die Gewinnung von Wasserkraft für die Industrie sowie der Hochwasserschutz der Stadt Krasnojarsk. Es zeigt sich ein gewaltiger Einfluss der Talsperre, der auch zu lokalen Klimaänderungen führt. Das Klima ist regenreicher geworden und es gibt mehr Nebel. Außerdem, im Gegensatz zu dem Stausee, friert der Jenissej in der Umgebung von Krasnojarsk nicht mehr zu.

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