Wird die Transsib 2021 fahren?

  • Hügel und Flüsse sind die zweite Etappe der Transsib Route von Ulan Bator nach Peking

Werden im Sommer 2021 unsere Gruppenreisen stattfinden und wird der grenzüberschreitende internationale Tourismus in Asien 2021 wieder möglich sein?

Bereits im Februar wurden sämtliche internationale Zugverbindungen in die Mongolei und nach China aus dem Fahrplan gestrichen. Betroffene Passagiere konnten von der russischen, mongolischen und chinesischen Bahn für ihre Tickets eine fast 100%ige Erstattung erhalten. Einbehalten wurden lediglich die Bankgebühren, die bei der Bezahlung der Tickets und bei der Gutschrift durch Währungsumrechnungsunterschiede entstanden sind.

Seitdem ist kein einziger Transsib Passagierzug mit Touristen durch die russisch-mongolische, russisch-chinesische und mongolisch-chinesische Grenze gefahren. Auch Passagierzüge in andere Himmelsrichtungen, wie nach Astana, Minsk, Helsinki oder Kiev fahren seitdem nicht mehr. Der gesamte internationale Passagierzugverkehr in Asien wurde stillgelegt.

Selbst die russisch-belarussische Grenze ist für den Passagierzugverkehr geschlossen. Züge von Moskau nach Kaliningrad fahren seit März 2020 ohne Unterbrechungen durch. Wer in Moskau einsteigt, kann sicher gehen, dass er den Zug erst in Kaliningrad verlassen darf und dass unterwegs keiner dazu steigen kann. Die einzige internationale Zugverbindung, die derzeit funktioniert, ist der Zug von Moskau nach Sochumi, der die Russen nach Abchasien bringt – eine Region am Schwarzen Meer in Georgien, Kaukasus.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der internationale Eisenbahnverkehr in ganz Asien langsamer als der Flugverkehr wieder aufgenommen wird. Es gibt zur Zeit schon Flüge von Russland nach Kasachstan und Kirgisistan, es fahren aber bisher noch keine Züge in die beiden Länder.

Der Tourismus in der Mongolei war 2021 ausschließlich auf private Reisen der Mongolen beschränkt. Sie reisten zwar durch die Mongolei, aber mit eigenen Autos, sie übernachteten außerdem in eigenen Zelten und haben in den meisten Fällen keine Reiseführung gebucht. Jurtencamps blieben während der üblichen Hochsaison über Monate in ganz Mongolei geschlossen, wie ebenfalls auch viele Hotels. Die anderen Gaststätten stehen in der Regel leer oder werden zur Quarantäne für Personen genutzt, die geschäftlich oder privat in der Mongolei einreisen müssen. Es wurden 2021 kaum Touren über die örtlichen Reiseveranstalter gebucht. Zudem hat die mongolische Bahn zunächst alle Anzahlungen für Gruppenreservierungen im Sommer 2020 behalten. Es wird weiterhin darüber diskutiert und verhandelt. Die Tourismusbranche in der Mongolei steckt also in einer enormen Krise und die mongolische Regierung hilft den touristischen Unternehmen nicht. Es bleibt zu hoffen, dass die örtlichen Agenturen überleben und dass die weitere Zusammenarbeit in den nächsten Jahren aufrecht erhalten werden kann.

Die mongolische Regierung hat sich bedauerlicherweise jetzt schon entschlossen und bekannt gegeben, dass die Grenzen bis nach dem Sommer 2021 geschlossen bleiben. Es soll kein internationaler Tourismus kommen, der in der Mongolei überwiegend im Sommer stattfindet. Ob diese Entscheidung nichts ändern kann, bleibt weiterhin offen. Die Corona-Situation in Europa und weltweit ändert sich rasant, es gibt aber weiterhin genauso viel Hoffnung auf ein baldiges Ende wie Sicherheit, dass es mit dem Ende noch lange dauert.

Ganz anders verhält es sich seit Sommer 2020 mit dem nationalen Tourismus in China. Von Ende August bis Anfang September, als die Sommerferien beendet waren, konnten alle Schulen, Kindergärten, Universitäten und andere Schuleinrichtungen ihr Schuljahr eröffnen. Es gibt keine Einschränkungen im Inlandsverkehr, die Bahn innerhalb China funktioniert seitdem ununterbrochen. Selbst Ausländer, die in China studieren, arbeiten und leben, können sich in dem großen Land ohne Einschränkungen bewegen. Es werden jedoch weiterhin keine Touristenvisa für ausländische Reisende ausgestellt. Nur Chinesen können aus dem Ausland nach China zurückkehren, andere Staatsbürger dürfen in China nicht einreisen.

Selbstverständlich rettet der interne Tourismus innerhalb China nicht alle touristischen Unternehmen in dem großen Land. Die internationalen Zugverbindungen sind weiterhin aus dem Fahrplan gestrichen, es gibt nur ganz wenige internationale Flüge, was ein Desaster für den eingehenden Tourismus in China bedeutet.

In Russland war die Tourismusbranche vorerst entsetzt über das am Abend des 5. März vom Moskauer Bürgermeister unterzeichnete Dekret „Über die Einführung eines Alarmsystems mit hoher Alarmbereitschaft“. Daher bat der Präsident der Russischen Union der Reisebranche (PCT), Sergei Shpilko, am nächsten Tag das Moskauer Tourismuskomitee um Klärung, wie die Regierung die weitere Existenz von tausenden von touristischen Unternehmen sicher stellen will. Inzwischen hat sich der nationale Tourismus innerhalb Russland wie eben in China sehr erholt. Touristische Unternehmen in Russland blicken positiv in die Zukunft. Das größte Land der Erde ist zwar vorerst ebenfalls geschlossen, es besteht aber die Hoffnung, dass es im Frühjahr 2021 seine Grenzen öffnen wird. Es hängt vieles von anderen Ländern ab. Wenn Europa seine Grenzen für die Russen öffnet, wird voraussichtlich auch Russland seine Grenzen für Europäer öffnen.

Allen unseren Kunden, die bei uns eine Transsib-Reise für 2021 unter diesen Umständen gebucht haben sowie Kunden, die ihre für 2020 geplanten Reisen auf 2021 umgebucht haben, danken wir für das Vertrauen. Alle Buchungen erfolgen derzeit unter neuen an die Situation angepassten und flexiblen Buchungsbedingungen.

Wir werden Sie auf unseren Seiten umgehend informieren, sobald wir Neues hören und Ihnen sofort berichten, soll es Neuigkeiten aus Russland, Mongolei oder China in Bezug auf den internationalen Tourismus geben. Zum Glück gibt es bis zur Sommersaison 2021 noch genug Zeit, so dass Entscheidungen in Bezug auf unsere Sommerreisen 2021 frühestens im Frühling getroffen werden müssen.

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